Der biomechanisch korrigierte IOD (bIOP) berücksichtigt die Hornhautdicke, das Alter und die biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut. Dies ergibt einen Augeninnendruckwert, der wesentlich weniger stark von diesen Faktoren beeinflusst wird. Erstmals ist es möglich, den IOD auch dann genau zu bestimmen, wenn die Biomechanik der Hornhaut stark verändert ist.

Die Korrekturformel wurde anhand sogenannter finiter Elemente Simulationen abgeleitet. Anhand numerischer Simulationen wurde der Einfluss der Hornhautsteifigkeit, der Hornhautdicke, der Krümmung und der biomechanischen Eigenschaften auf die IOD Messung des Corvis® ST systematisch analysiert. Basierend auf diesen Simulations-Ergebnissen wurde eine analytische Formel abgeleitet, die die Haupt-Einflussgrößen – corneale Biomechanik und Hornhautdicke – kompensiert.

Der bIOP wurde sowohl anhand von experimentellen Studien (Kadaver-Augen) als auch anhand klinischer Studien mehrmals validiert.