Was ist eine Hornhauttransplantation und wann wird sie durchgeführt?

Die Hornhauttransplantation, auch Keratoplastik genannt, ist ein etablierter chirurgischer Eingriff in der Augenheilkunde. Dabei wird die geschädigte oder erkrankte Hornhaut des Patienten durch eine Spenderhornhaut ersetzt. Die häufigsten Gründe für eine Hornhauttransplantation sind starke Hornhauttrübungen und Narbenbildung. Diese können nach Verletzungen oder Infektionen auftreten. Auch Erkrankungen wie Keratokonus oder Fuchs’sche Endotheldystrophie sind Indikationen. Der Eingriff kann sowohl die Sehqualität verbessern als auch in manchen Fällen das Auge schützen.

 Welche Techniken der Hornhauttransplantation gibt es?

Es gibt verschiedene Techniken der Hornhauttransplantation, die je nach Zustand der Hornhaut individuell ausgewählt werden. Bei der penetrierenden Keratoplastik wird die gesamte Hornhaut durch ein Spendergewebe ersetzt. Bei der lamellären Keratoplastik dagegen werden nur bestimmte Harnhautschichten transplantiert. Dies ist oft mit schnellerer Heilung und geringeren Abstoßungsrisiken verbunden. Eine weitere moderne Methode ist die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK), bei der nur die innere Hornhautschicht transplantiert wird.

Wie läuft eine Hornhauttransplantation ab und was ist nach der Operation wichtig?

Die Operation erfolgt meist unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose und dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Nach dem Eingriff ist eine sorgfältige Nachsorge entscheidend, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen zu vermeiden. Dazu gehört die regelmäßige Anwendung von Augentropfen sowie Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten einer Hornhauttransplantation?

Dank moderner chirurgischer Techniken und verbesserter Spenderhornhautaufbereitung sind die Erfolgsaussichten einer Hornhauttransplantation heute sehr hoch. Sie bietet Patienten mit schweren Harnhautschäden die Möglichkeit, ihre Sehkraft wiederzugewinnen und ihre Lebensqualität erheblich zu steigern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Patienten, Augenärzten und Transplantationszentren ist dabei essenziell.

 

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