Was ist die Exophthalmometrie und was wird dabei gemessen?

Die Exophthalmometrie ist ein diagnostisches Verfahren in der Augenheilkunde, das die Position der Augäpfel im Verhältnis zur Augenhöhle misst. Dabei wird überprüft, ob die Augen zu stark hervortreten (Exophthalmus) oder sich ungewöhnlich tief in der Augenhöhle befinden (Enophthalmus). Diese Untersuchung wird oft bei Patienten mit Erkrankungen wie Morbus Basedow oder Schilddrüsenüberfunktion durchgeführt. Sie wird auch bei Verdacht auf Verletzungen, Tumoren oder Entzündungen im Bereich der Augenhöhle angewendet.

Wie wird eine Exophthalmometrie durchgeführt?

Zur Durchführung wird ein Exophthalmometer verwendet. Dieses Gerät misst präzise den Abstand zwischen der äußeren Knochengrenze der Augenhöhle und der Hornhautvorderfläche. Die Untersuchung ist nicht invasiv, schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern angewendet werden.

Warum ist die Exophthalmometrie in der Augenheilkunde wichtig?

Die Ergebnisse der Exophthalmometrie liefern wichtige Hinweise für die Diagnose und Überwachung von Erkrankungen, die das Auge und die umliegenden Strukturen betreffen. Insbesondere bei der Verlaufskontrolle von Erkrankungen wie der endokrinen Orbitopathie ist diese Methode unverzichtbar. Sie hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Therapien einzuleiten. Die Exophthalmometrie ist somit ein essenzieller Bestandteil moderner Augenheilkunde.

 

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