Was sind Endothelzellen und welche Aufgabe haben sie in der Hornhaut?
Endothelzellen sind spezialisierte Zellen. Sie bilden die innerste Schicht der Hornhaut, das sogenannte Endothel. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Hornhaut klar zu halten. Sie regulieren die Menge an Wasser im Hornhautgewebe und pumpen überschüssige Flüssigkeit aktiv in die Vorderkammer des Auges. Diese Funktion ist wichtig. Denn zu viel Flüssigkeit würde die Hornhaut trüben und das Sehen verschlechtern.
Warum können Schäden an Endothelzellen problematisch werden?
Im Gegensatz zu anderen Zelltypen im Körper haben Endothelzellen keine Fähigkeit zur Teilung oder Regeneration. Mit zunehmendem Alter oder durch äußere Einflüsse wie Augenverletzungen oder operative Eingriffe kann die Anzahl dieser Zellen abnehmen. Eine zu geringe Zellzahl, auch Endothelzelldichte genannt, kann Krankheiten verursachen. Ein Beispiel ist die Fuchs-Endotheldystrophie, bei der die Hornhaut ihre Klarheit verliert.
Wie werden Endothelzellen untersucht und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Moderne diagnostische Verfahren, wie die Endothelmikroskopie, ermöglichen eine präzise Messung der Endothelzelldichte und deren Funktion. Diese Untersuchungen sind besonders wichtig vor Augenoperationen, um Risiken besser abschätzen zu können. Bei fortgeschrittenem Zellverlust gibt es heute operative Verfahren wie die DMEK. Diese dient dazu, die Funktion des Hornhautendothels wiederherzustellen. Endothelzellen sind somit ein essenzieller Bestandteil für die Aufrechterhaltung eines klaren und scharfen Sehens.
